Mit Herzblut und Weitsicht Plätze geschaffen

Besichtigungstermin am Erweiterungsbau des Michael-Kindergartens

Kindergarten St. Michael. Es ist zwar noch nicht alles ganz fertig, aber dass es für die Kinder des Michael-Kindergartens ein kleines Spielparadies wird, das lässt sich schon jetzt sehen. Vor allem ist der Erweiterungsbau des Familienzentrums St. Michael richtig schön hell. Verbundleiterin Ute Leifker führte zusammen mit der Kindergartenleiterin Kira Roß, Vertreter des Kirchenvorstands, Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer, Vertreter der Eltern und des Architekturbüros durch das Gebäude.

 

Alle waren sichtlich angetan von dem, was sie zu sehen bekamen. Denn was dort neu entstanden ist (und noch entsteht), kann sich sehen lassen:

 

  • zwei Gruppenräume
  • zwei Nebenräume
  • drei Ruheräume
  • zwei Waschräume
  • ein Personalraum
  • ein Hauswirtschaftsraum
  • ein Personal-WC
  • sowie der Flur- und Garderobenbereich

 

Rund 960.000 Euro – ohne Außenanlagen – werden dafür investiert. Insgesamt sind im Michael-Kindergarten etwa 300 Quadratmeter neue Fläche entstanden. Im kommenden Kindergartenjahr sollen 97 Kinder in fünf Gruppen die Einrichtung benutzen, davon 27 unter drei Jahren alt.

 

Der Michael-Kindergarten hat im wahrsten Wortsinne eine bewegte Geschichte. Seinen ersten Standort hatte der Kindergarten an der Michaelkirche. Vor 43 Jahren folgte der Umzug und Neubau als Vier-Gruppen-Einrichtung an der Michaelstraße, dann später der Rückbau auf drei Gruppen und jetzt die Erweiterung auf fünf Gruppen. „Wir profitieren seit langem von einer guten Kooperation mit der Stadt“, sagt Leifker. Nur so sei die Erweiterung in der Fläche überhaupt möglich gewesen, denn für jede zusätzliche Gruppe brauche es auch zusätzliche Außenflächen. „Dafür gebührt der Stadt ein großes Dankeschön.“ Einen Dank, den der Bürgermeister gerne zurückgab. „Sie ermöglichen es uns, in der Stadt ein Angebot vorzuhalten, dass jedes Kind einen Platz bekommt, in Kindergärten oder bei Tagesmüttern“, so Dr. Marc Schrameyer. Das gehe natürlich nur Hand in Hand mit den Trägern. „Und da war es immer unser Ansatz, Lösungen zu suchen. Wir tun unser Möglichstes.“

 

Von der Belegschaft her ist der Kindergarten ein richtiges, kleines Unternehmen. 17 pädagogische Mitarbeitende betreuen die Kinder, es gibt vier Praktikanten in der Ausbildung, zwei hauswirtschaftliche Mitarbeitende und einen Hausmeister. „Das ist richtig gut“, sagt die zuständige Verbundleiterin Leifker. „Doch auch wir spüren den Fachkräftemangel. Es wird für uns immer schwieriger, die Stellen zu besetzen.“

„Wir haben mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, bilanzierte Ulrich Remke, welche Verantwortung der Kirchenvorstand durch die rund 40 Kindergartengruppen unter der Trägerschaft der katholischen Kirche in Ibbenbüren und Brochterbeck hat. Deswegen gebe es auch zwei Verbundleitungen für die Kindergärten. Durch ehrenamtliche Arbeit der Kirchenvorstände sei das gar nicht zu leisten. In diesem Zusammenhang lobte Leifker insbesondere die Arbeit von Leo Ungruhe. „Er hat sich als ‚alter‘ Kirchenvorstand schon sehr für die Baumaßnahme eingesetzt und begleitet sie nun ehrenamtlich, ohne weiter im Kirchenvorstand zu sein.“

 

Wie wuselig und lebendig so ein Kindergarten ist, bekamen die Besucherinnen und Besucher auch gleich mit. Und wie viel Freude in so einem Kindergarten herrschen kann, ebenfalls. Und die wurde sogar noch größer, denn die Vertreter des Kirchenvorstands hatten für die Kinder kleine Baumaschinen zum Spielen mitgebracht: Bagger, Schaufellader und LKW. Helme und Schutzbrillen natürlich auch. Damit lässt sich auf dem dann erneuerten Spielplatz trefflich buddeln. Und sich schon mal auf die nächste Baumaßnahme vorbereiten …