Der Interreligiös-interkulturelle Gesprächskreis Ibbenbüren lädt alle Interessierten ein zu einem interkulturellen Gesprächs- und Austauschabend am 15. Juni in der Ludwigskirche zur Situation der Demokratie in Ibbenbüren und darüber hinaus. Es sollen aktuelle Fragen beleuchtet werden, wie hier ankommende und hier lebende Menschen mit und ohne Migrationshintergrund die demokratischen Verhältnisse (nicht nur) in der Region Ibbenbüren erleben, welche gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen und Wünsche sie sehen und welche Beiträge jede/r einzelne leisten kann, um das gemeinsame Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen in unserer Stadt und in der heimatlichen Region im demokratischen Sinne erfreulich für alle hier Lebenden zu gestalten.
Die Abendveranstaltung wurde in den letzten beiden Treffen des Gesprächskreises von Mitgliedern unter anderem evangelischer und katholischer Kirchengemeinden und muslimischen Gruppen aus Ibbenbüren vorbereitet. Herausgearbeitet wurde dabei, dass Demokratie durch engagierte Bürgerinnen und Bürger gelebt werden muss. Nur dabei zuschauen reicht nicht. Demokratie ist auch eine Frage der persönlichen Haltung. Die Gesprächskreismitglieder waren sich insofern einig, dass Demokratie bei den Menschen auch aus Überzeugung „von innen her“ kommen muss. So entstand das Motto für die geplante öffentliche Abendveranstaltung, dass die Herausforderung für alle trotz aller Widrigkeiten darin bestehe, „Demokratie zu verinnerlichen“.
Diese Verinnerlichung sei für viele aus anderen Kulturen hier Ankommende ein längerer Lernprozess, in dem es um Einübung in Verantwortung und Freiheit gehe. Sie realisiert sich, wenn Menschen aufeinander zugehen und sich wertschätzen. Angesichts neuer Herausforderungen und bislang unbekannter Problemlagen gilt dies natürlich genauso für die schon lange hier Lebenden. Mit einer solchen Haltung der verschiedenen Seiten können kulturelle und religiöse Unterschiede das persönliche und das politische Zusammenleben bereichern. Auftretende Konflikte können in unterschiedlichen demokratischen Formaten dann friedlich miteinander ausgetragen werden. Auf diese Weise kann Fanatismus überwunden werden, wenn viele Menschen - ob sie schon lange oder erst seit Kurzem in Ibbenbüren leben, Demokratie verinnerlichen.
Alle Interessierten sind zu dem kostenfreien Gesprächsabend am Montag, den 15. Juni ab 18 Uhr in der Ludwigskirche herzlich eingeladen. Die interkulturelle Initiative freut sich, dass auch Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer seine Teilnahme zugesagt hat. Der Abend wird moderiert von den Gesprächskreismitgliedern Nected Sakar und Eva-Maria Steilmann.

