Die Ibbenbürener Gruppe „Schweigen für den Frieden“ und die „Interkulturell-interreligiöse Initiative Ibbenbüren“ laden auch in diesem Jahr zu einem öffentlichen Friedensgebet am Pfingstmontag ein. Nach den ersten interreligiösen Friedensgebeten 2020 in der Christuskirche, 2021 in der Ditib-Moschee und nach Corona in 2024 wieder in der Christuskirche, wobei jeweils rund 50 Teilnehmer dabei waren, soll das Friedensgebet am kommenden Montag um 18:30 Uhr in der Ludwigskirche an der Groner Allee stattfinden. Alle Interessierten sind hierzu und vorab auch ab 17:30 Uhr zum allwöchentlichen zwanzigminütigen „Schweigen für den Frieden“ auf dem Oberen Markt herzlich eingeladen.
Viele Menschen auch in Ibbenbüren und im Tecklenburger Land sind nach wie vor tief betroffen insbesondere über die täglich erschütternden Gewaltakte des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und den ebenso anhaltenden Gazakrieg mit ungezählten Opfern und schrecklichem Leid auf allen Seiten. Viele fragen sich zudem, ob in einer Welt offensichtlich zunehmender Spaltungen und Aggressionen ein kräftiger Ausbau der Militarisierungs-Spiralen klugerweise die dominierende Antwort sein und für lange Zeit bleiben sollte. Viele wollen dies nicht als ausschließliche Strategie sehen, wünschen sich einen Vorrang diplomatischer Bemühungen und möchten dazu im lokalen Bereich Zeichen auch in Richtung der „großen Politik“ setzen.
Dazu bietet „Schweigen für den Frieden“ allwöchentlich montags ab 17:30 Uhr auf dem Oberen Markt einen Ort und anschließend ab 18 Uhr in der Christuskirche ebenfalls wöchentlich einen Raum für ein vertiefendes ökumenisches Friedensgebet, beides jeweils 20 Minuten. Am Schweigen nehmen zumeist rund 20 Personen und am Friedensgebet bisher rund 15 Menschen teil.
Das große interreligiöse Friedensgebet am kommenden Pfingstmontag soll einen weiteren Teilnehmerkreis unter anderem aus den christlichen Kirchen, den muslimischen Gemeinden und weiteren friedenspolitisch orientierten religiösen und kulturellen Gruppen der Stadt Ibbenbüren und des Tecklenburger Landes ansprechen. An der Vorbereitung wirkten unter anderem örtliche Mitglieder der evangelischen und katholischen Kirche, von drei Moscheegemeinden und der örtlichen jesidischen Gemeinschaft mit. Sie alle werden am Pfingstmontag musikalische und textliche Beiträge einbringen einschließlich gesungener Suren aus dem Koran. Musikalisch begleitet wird das Friedensgebet von Mitgliedern der Jugendmusikgruppe „Phoenix Fusion“.
Im Anschluss an das in etwa halbstündige Friedensgebet wird noch zum gegenseitigen Gespräch und Umtrunk in der in räumlicher Umgestaltung befindlichen Ludwigskirche eingeladen, in der sich seit geraumer Zeit auch ein Kaffee- und Kakao-Automat befindet. Ausgehend vom biblischen Pfingstereignis, bei dem sich nach biblischer Erzählung viele versammelte Menschen trotz unterschiedlicher Sprachen und Herkunftsländer miteinander verstanden, soll der Abend dem gegenseitigen Verständnis und Austausch der unterschiedlichen Religionen und friedliebenden Kulturen der Region dienen und zum weiteren gemeinsamen Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung motivieren.

