Geistliche Musik in der Karwoche - aus der Mauritiuskirche

Sebastian Zint (Bariton) und Werner Janning (Klavier) haben für uns in der Mauritiuskirche eine geistliche Besinnung in der Karwoche aufgenommen.


Traditionelle Spirituals erzählen von der Lebenswirklichkeit der Sklaven Nordamerikas. Dabei stützen sie sich meist auf stark religiös geprägte Texte und verweben oft Texte und Figuren aus dem Alten Testament oder behandeln den Lebensweg Jesu in einer sehr persönlichen Sicht. Ihr musikalisches Fundament bildete sich noch in Afrika unter den krichenmusikalischen Einflüssen der  Christianisierung und entwickelte sich in Amerika unter dem Eindruck englischer, irisher und shottischer Volksmusik zu einem eigenständigen Konglomerat einer häuslichen Musik jenseits der Gottesdienste.

Crucifixion
Das Stück behandelt die Geschehnisse in Golgatha und beschreibt, was Jesu am Kreuz angetan wird. Dabei wird immer wieder herausgestellt: "...and he never said a mumbling word...", also übersetzt: "...und er sagte nie ein gemurmeltes Wort..." oder anders gesagt: Was er sagte,  sprach er mit fester Stimme. Es ist ein typisches Spiritualmotiv, darauf hinzuweisen, dass man sein Leid und sein Schicksal mit festem Blick und aufrecht annimmt.

Were you there
Ein typischer Vertreter des "Wittness", also des Bezeugungsliedes. "Warst Du dabei, als sie ihn an das Kreuz gebracht haben? Hast Du gesehen?". Dabei wird der Ablauf von Kreuz bis zur Grablegung erzählt.

Sometimes I feel
Vielleicht der bekannteste Spiritual. "Manchmal fühle ich mich einsam, wie ein Weisenkind, als ob ich schon verschwunden wäre, weit weit weg von Zuhause." Ein Gefühl, das wir in diesen Tagen oftmals teilen können.

Give me Jesus
Das Stück erzählt von verschiedenen Situationen des Lebens, die in ihrer Unterschiedlichkeit eines gemeinsam haben: Den Wunsch, Jesus jetzt zu begegnen. Im Kleinen, im Großen, im Leben und im Ende.