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Nicht mehr lange – dann geht es los: „Gaia“, eine Installation des britischen Künstlers Luke Jerram, wird ab Sonntag, 12. April, in der St.-Ludwig-Kirche ihre Kreise ziehen. „Erlebe die Schönheit und Zerbrechlichkeit unseres Planeten- so wunderbar, so verletzlich und unbedingt schützenswert“. Diese Gedanken umfangen Schulseelsorger Christoph Moormann und sein Team, wenn es um diese besondere Ausstellung geht, die dann bis zum 3. Mai zu sehen ist.
Im Ausstellungszeitraum wird der Kontrast zwischen Bewahren und Nutzen gleichsam spürbar: Am 26. April jährt sich zum 40. Mal der Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe. „Gerade in der ehemaligen Sowjetunion wurde von Anfang an versucht, das Ausmaß der Katastrophe herunterzuspielen oder sie sogar völlig zu vertuschen“, sagt Reinhard Jansing von der Initiative „Den Kindern von Tschernobyl“. Das aktuelle Kriegsgeschehen in der Ukraine lasse die Erinnerungen an das Unglück zu einem „dauerhaften Damoklesschwert der Verantwortungslosigkeit werden“.
Hintergrundinfos
Mach mit - lass dich begeistern: Guides gesucht!

Das Organisationsteam setzt bei der Umsetzung der Ausstellung auf die Unterstützung vieler Jugendlicher und Erwachsener als Guides. „Die Ausstellung ist täglich von 7.30 bis 21.30 Uhr zu sehen – rechnerisch werden etwa 280 Menschen benötigt – wenn jeder eine Schicht macht.
„Es geht darum, Frauen und Männer zu finden, die als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung stehen“, sagt Barbara Kurlemann. „Wer dafür zwei oder drei Stunden Zeit hat, ist willkommen“, erläutert sie den geplanten „Schichtbetrieb“.
Die Guides werden in besonderen Veranstaltungen auf ihre Aufgaben geschult und informiert. Stichworte können sein: Aufsicht führen, Führungen übernehmen oder Fragen des Publikums vor Ort zu beantworten.
Interessenten ab etwa 14 Jahren können sich per Mail wenden an moormann-c@bistum-muenster.de oder per Signal oder WhatsApp an 0177/2377659 (Barbara Kurlemann).
Gaia entdecken
Hintergrundinfos

Gaia ist ein Wanderkunstwerk des britischen Künstlers Luke Jerram. Mit einem Durchmesser von sechs Metern zeigt Gaia detaillierte NASA-Bilder der Erdoberfläche mit einer Auflösung von 120 dpi*. Das Kunstwerk ermöglicht es, unseren Planeten in diesem Maßstab dreidimensional zu erleben. Die Installation erzeugt ein Gefühl des Overview-Effekts, der 1987 erstmals von Frank White beschrieben wurde. Astronauten berichten häufig von Ehrfurcht vor unserem Planeten, einem tiefen Verständnis für die Vernetzung allen Lebens und einem erneuerten Verantwortungsgefühl für den Umweltschutz. Das Kunstwerk ist 2,1 Millionen Mal kleiner als die Erde. Jeder Zentimeter der innen beleuchteten Skulptur beschreibt 21 km der Erdoberfläche. Aus einer Entfernung von 181 Metern können Besucher die Erde so sehen, wie sie vom Mond aus erscheint.
Begleitend zur Skulptur wird eine eigens komponierte Surround-Sound-Komposition des BAFTA-Preisträgers Dan Jones abgespielt. In der griechischen Mythologie ist Gaia die Personifikation der Erde. Gaia entstand in Zusammenarbeit mit dem Natural Environment Research Council (NERC), Bluedot und der UK Association for Science and Discovery Centres. Unterstützt wird das Projekt von Culture Liverpool und der Liverpool Cathedral. *Das Bildmaterial für das Kunstwerk stammt aus der Reihe „Visible Earth“ der NASA.
Luke Jerrams multidisziplinäres Schaffen umfasst Skulpturen, Installationen und Performance-Kunstprojekte. Seit 1997 lebt und arbeitet er international und hat eine Reihe außergewöhnlicher Kunstprojekte realisiert, die Menschen weltweit begeistert und inspiriert haben. Jerrams künstlerische Praxis umfasst verschiedene Erzählstränge, die sich parallel entwickeln. Er ist weltweit bekannt für seine großformatigen Kunstwerke im öffentlichen Raum.
Über Wissenschaft und Spiritualität
Beitrag aus der Ibbenbürener Volkszeitung vom 8. Dezember 2025
Ausstellung „Gaia“ in der Ludwig-Kirche
Alexander Gerst und Matthias Maurer sind Astronauten und haben die Erde bei ihren Raumflügen schon aus dem Weltall gesehen. In Kürze wird einer von ihnen auf den Mond fliegen. Den Blick von dort auf unseren Planeten könnten Besucher auch in der Ludwig-Kirche in Ibbenbüren erleben. Dort ist vom 12. April bis 3. Mai die Ausstellung „Gaia“ zu sehen. Gaia (griechisch „Mutter Erde“) heißt die große Weltkugel des britischen Künstlers Luke Jerram und ist eine originalgetreue Nachbildung der Erde, die mit NASA-Bildern gestaltet ist. „Gaia hat dieselbe Größe wie die Erde, wenn man sie vom Mond aus betrachtet.“
Schulseelsorger Christoph Moormann hat das Kunstwerk nach Ibbenbüren geholt. Schirmherr des Projekts ist NRW-Umweltminister Oliver Krischer. Die Ausstellung verbinde Erinnerung, Spiritualität, Bildung und Kultur, heißt es in einer Mitteilung. Sie erinnere an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vom 26. April 1986 und mache zugleich auf die aktuellen ökologischen und friedenspolitischen Herausforderungen aufmerksam. Das Projekt lädt alle Menschen ein, besonders aus dem pastoralen Raum Hörstel, Ibbenbüren und Lengerich.
„Die Ausstellung bietet eine einzigartige, fächerübergreifende Lernplattform, um jungen Menschen durch die eindrucksvolle visuelle Erfahrung und das begleitende Programm globale Verantwortung Schöpfungsbewahrung und die komplexen Zusammenhänge etwa von Wissenschaft und Technologie, Ethik, Religion und Frieden unmittelbar zugänglich zu machen“, erläutert André von Gostomski, didaktischer Leiter der Erna-de-Vries-Gesamtschule.
„Die denkmalgeschützte Ludwig-Kirche ist als Veranstaltungsort ein sakraler Raum. Genau deshalb ist die Ausstellung hier richtig, weil sie Schöpfung, Glauben und die komplexe Welt miteinander verbindet“, wird Pfarrer Martin Weber in der Pressemitteilung zitiert.
„Mit der Installation der Weltkugel Gaia wollen wir die Schönheit, aber auch gerade die Verletzbarkeit unserer Erde in den Blick nehmen“, hebt Barbara Kurlemann aus dem Organisationsteam hervor. „Die Katastrophe von Tschernobyl ist jetzt 40 Jahre her - nicht nur der Tag verpflichtet uns zu einem Gedenken, da die Folgen auch heute noch besonders in Belarus und der Ukraine, aber auch weltweit spürbar sind“, betont Reinhard Jansing aus der Initiative „Den Kindern von Tschernobyl“.
Ein vielfältiges Begleitprogramm wird die Installation ergänzen: Führungen für Schulklassen und Kindergärten, thematische Impulse zur Schöpfungsverantwortung, spirituelle Feiern, Gesprächsabende mit Expertinnen und Experten und musikalische Veranstaltungen. Unter anderem haben die Moderatorin und Autorin Janine Steeger, Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif und Meteorologe Donald Bäcker bereits zugesagt. Zur Eröffnung am 12. April kommt Weihbischof Dr. Christoph Hegge. Der Klimabeauftragte der deutschen Bischofskonferenz, Weihbischof Rolf Lehmann, steht am Donnerstag, 23. April, unter dem Stichwort „Die Erde im Blick“ Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulen Rede und Antwort. Andre Ost, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Tecklenburg, wird am 3. Mai den Abschlussgottesdienst halten.
Die Ausstellung wird drei Wochen in der verdunkelten Ludwig-Kirche gezeigt. Die Weltkugel „Gaia“ hat sechs Meter Durchmesser, hängt an der Kirchendecke, dreht sich alle vier Minuten einmal, leuchtet von innen und wird mit besonderem Licht angestrahlt.
Spendenaufruf
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Weitere Infos können hier abgerufen werden: Spendeninfo.
Sonderveranstaltungen
Gedanken zur Nacht
21 Uhr unter der GAIA
Vom 12. April - 3. Mai 2026
Jeweils um 21.00 Uhr
Ludwigkirche in Ibbenbüren
Jeden Abend verleihen wechselnde Menschen und Gruppen dieser Viertelstunde ihre eigene Handschrift - persönlich, vielfältig, einladend und offen für alle, die den Tag im Innehalten, Staunen und Beten gemeinsam ausklingen lassen möchten.
What a wonderful world
Ein musikalisches Kaleidoskop
Dienstag, 14. April 2026
19.00 Uhr
Ludwigkirche in Ibbenbüren
Ein musikalisches Kaleidoskop mit Klängen der Schöpfung von Jospeh Haydn, John Rutter, Michael Jackson, Udo Jürgens u.a.,mzum Klingen und Leuchten gebracht von über 100 Stimmen, an die 3000 (Orgel-)Pfeifen und jeder Menge (Klavier-)Saiten.
Es laden ein zum Zuhören, Mitsingen und Staunen unter der leichtenden Weltkugel GAIA:
Der Ludwigchor Ibbenbüren zusammen mit dem Ki-Pop-Chor Mettingen,
Ralf Junghöfer, Klavier
Maertin Ufermann, Orgel und Leitung
Ist das noch Wetter oder schon Klimawandel?
Vortrag und Diskussion mit Donald Bäcker
Freitag, 24. April 2026
19.00 Uhr
Ludwigkirche in Ibbenbüren
Fast täglich erreichen uns über die Medien Nachrichten von Unwettern die weltweit stattfinden. Egal ob Dürre oder Überflutungen sowie immer stärker werdende tropische Wirbelstürme und voranschreitende Eisschmelze in den polaren Regionen, die Liste der „Horrormeldungen“ ist lang.
Sind diese Unwetter alle dem Klimawandel zuzuordnen?
Ist der Mensch die treibende Kraft? Und wenn ja –
was können wir dagegen tun?
Donald Bäcker (Meteorologe, u.a. bekannt aus dem ARD Morgenmagazin) versucht realistisch aufzuklären, ganz ohne Panikmache aber auch ohne Verharmlosung des Klimawandels.
Fragen und Antworten
Künstler Luke Jerram antwortet auf häufig gestellte Fragen:
1. Woher kam die Idee zu dem Kunstwerk „Gaia“?
Das Kunstwerk „Gaia Earth“ soll die Zerbrechlichkeit unseres Planeten verdeutlichen. Mitten im sechsten Massenaussterben der Erdgeschichte müssen wir dringend aufwachen und unser Verhalten ändern. Die Gesellschaft muss schnell die notwendigen Veränderungen vornehmen, um einen unkontrollierten Klimawandel zu verhindern. Das Kunstwerk wurde auch als Schwesterskulptur zu meinem Kunstwerk „Museum of the Moon“ geschaffen, das bisher von über 20 Millionen Menschen in mehr als 40 Ländern weltweit gesehen wurde. Seit Anbeginn der Menschheit blicken wir zum Mond hinauf und projizieren all unsere Hoffnungen, Träume und Wünsche dorthin. Die Erde hingegen wurde erst 1968 durch das NASA-Foto „Earthrise“ zum ersten Mal sichtbar – als blauer Planet des Lebens, schwebend in der Schwärze des Weltraums.
2. Während seiner Tournee wurde „Gaia“ stets im öffentlichen Raum gezeigt. Warum ist es Ihnen wichtig, Ihre Kunstwerke im öffentlichen Raum zu zeigen?
Ich präsentiere Kunstwerke gerne im öffentlichen Raum, da ich weiß, dass das Publikum breit gefächert und vielfältig ist und die Ausstellung für alle zugänglich ist. Mir gefällt, dass sich die Erfahrung und Interpretation des Kunstwerks verändert, je nachdem, ob Gaia in einem Kunstmuseum, einem Wissenschaftszentrum, einem Park, einer belebten Straße oder einer Kathedrale präsentiert wird. Gaia dient auch als Veranstaltungsort, an dem lokale Gastgeber ihr eigenes Programm mit Veranstaltungen unterhalb des Kunstwerks gestalten. Dazu gehören beispielsweise: Wissenschaftsveranstaltungen zu Weltraum- oder Umweltthemen, Musik- oder Performance-Veranstaltungen usw.
3. Gaia besteht aus hochpräzisen Bildern der NASA-Serie „Visible Earth“. Können Sie diese Wahl erläutern?
Ich wollte das Kunstwerk so authentisch und realistisch wie möglich gestalten, um der Öffentlichkeit die Möglichkeit zu geben, zu sehen, wie unser Planet aus dem Weltraum aussieht. Für die meisten Menschen wird dies die intimste, persönlichste und intensivste Begegnung sein, die sie jemals mit unserem Planeten haben werden.
4. Was erhoffen Sie sich von Gaia bei der Öffentlichkeit?
Ich hoffe, die Besucher von Gaia erleben die Erde wie aus dem Weltraum: als einen unglaublich schönen und kostbaren Ort. Ein Ökosystem, das wir dringend schützen müssen – unser einziges Zuhause. Es gibt keinen Planeten B!
5. Jeder Veranstaltungsort von Gaia hat seine eigenen architektonischen Besonderheiten und ein maßgeschneidertes Programm; daher ist jede Präsentation ein neues Erlebnis. Warum ist es Ihnen wichtig, dass jede Präsentation etwas Neues und Anderes bietet?
Gaia ist eine Installation, die die Architektur des Raumes, die Skulptur der Erde und eine Surround-Sound-Komposition vereint. Jeder Veranstaltungsort und Gastgeber hat die Möglichkeit, eigene Veranstaltungen zum Thema Erde und Umwelt zu kuratieren. Wie viele meiner anderen Kunstwerke, etwa „Museum of the Moon“, „Play Me, I’m Yours“ und „Withdrawn“, bietet auch dieses Werk Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und zum kreativen Input anderer. Ich genieße die unerwarteten Ergebnisse eines Kunstwerks, wenn ich anderen Raum für Kreativität lasse.
6. Musik spielt auch für Ihr Kunstwerk eine wichtige Rolle. Welche Bedeutung hat Dan Jones’ Komposition für Ihre Arbeit?
Die Surround-Sound-Musik verbindet die Skulptur mit dem Raum und der umgebenden Architektur. Der Klang erfüllt den Raum und schafft eine Atmosphäre, die die Interpretation der Skulptur prägt und lenkt. Ich arbeite seit über zehn Jahren mit Dan an verschiedenen Projekten zusammen, und die Zusammenarbeit mit ihm ist immer ein Vergnügen.
Weitere Informationen zum Kunstwerk finden Sie unter:



